Die überraschende Verlobung Sissis mit Franz Joseph machte aus der Tochter eines eher unbedeutenden bayerischen Herzogs von heute auf morgen die künftige Kaiserin eines der größten und mächtigsten Staaten Europas. Sissis unbeschwerte Jugendzeit am Starnberger See war damit abrupt beendet. Die Fünfzehnjährige sah sich von nun an einer ungeheuren Aufgabe gegenüber, auf die sie in keiner Weise vorbereitet war und für die sie keinerlei Neigung mitbrachte. Ludovika, die ihre Tochter genau kannte, machte sich deswegen große Sorgen. Helene hatte sie auf das, was kommen sollte, vorbereitet, nicht aber die noch kindliche Sissi. Ludovika wusste, wie wenig die junge Braut den Anforderungen genügte, die ein Leben als Kaiserin mit sich brachte. Sie hegte auch Besorgnisse wegen des scharfen Urteils der Damen aus der Wiener Aristokratie«. Die ersten Reaktionen der Wiener Aristokratie auf die Nachricht, der Kaiser habe sich mit einer unbekannten und blutjungen bayerischen Prinzessin verlobt, zeigen, dass Ludovikas Sorgen berechtigt waren. Ablehnung und Skepsis wegen des geringen Standes der Wittelsbacher Nebenlinie und der Unerfahrenheit der kaiserlichen Braut waren allgemein verbreitet. Zurück in Possenhofen hatte Sissi kaum Zeit die überwältigenden Eindrücke von Ischl zu verarbeiten. Die Hochzeit sollte im kommenden April stattfinden, da blieben nur noch knapp acht Monate, um aus dem ebenso ungebärdigen wie unerfahrenen Wildfang eine Dame von Welt zu machen, die sich am Wiener Hof und vor den gekrönten Häuptern Europas sehen lassen konnte. 

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